SIEDLERAGAMEN
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Wie gestalten ? Materialien usw.


Das Terrarium sollte, vor allem wenn es sich um ein reines Glasterrarium handelt, unbedingt  eine gut strukturierte Rückwand erhalten. Wobei ich jedem nur empfehlen kann auch beide Seitenwände ebenfalls zumindest zu verkleiden ( notfalls tut`s auch innen angebrachter Kork. Noch besser aber Felsimitate mit Vorsprüngen ect. )
            

Ich rate bei allen Terrarien immer von den typischen ( teuren )  Glasterrarien ab. Abgesehen davon das sie oft nicht in gewünschten Größen zu erhalten sind, schwer und empfindlich sind, geht bei diesen auch eine Menge Wärme verloren und der Einbau von Rückwänden, Beleuchtung ect. ist schwieriger als beim Eigenbau aus z.B Holz

Ich empfehle hier den Selbstbau mit Holz ( OSB, MDF Platten ) in Kombi mit Styropor ( oder auch Styrodor ) zu probieren. Das ist wesentlich einfacher als es vielleicht ausschaut !

Ich verzichte mittlerweile beim Bau, bis auf die Bodenplatte und Deckel, sogar komplett auf Holz und verwende nur noch ab 5 cm dicke Styroporplatten.

Die Vorteile sind eindeutig:
Leichtes, einfach und schnell zu verbauendes Material sowie eine enorme Einsparung an Temperatur schaffenden Wärmequellen ( wesentlich weniger Wattverbrauch )
Zudem empfinde ich es als äußerst angenehm solch ein Terrarium später ( allein ! ) noch verschieben zu können.
In die reinen Styropor Rück – und Seitenwände kann auch gleich direkt Struktur hineingebracht werden und man erspart sich das meiner Meinung nach überflüssige „ Gewerkel „ mit Holz.
Und keine Angst:
Selbst 4 cm dicke Styroporplatten sind absolut stabil. Ein von mir gefertigtes Terrarium in der oben angegeben Größe trägt mein eigenes Körpergewicht ohne Probleme.
Terrarien in dieser Form werden bereits seit einiger Zeit von anderen erfahrenen Reptilienhaltern bevorzugt und mit keinerlei Problemen, nur noch eingesetzt.

Zwei wichtige Sachen noch zum Abschluß, bevor wir zur Innengestaltung kommen:

1.  Ich rate immer dazu großzügige Lüftungsflächen anzubringen ( vorn unten, sowie oben im Deckel hinterer Teil für die nötige Luftzirkulation )
Flächen später bei Bedarf abzudecken stellt niemals ein Problem dar – später noch nachträglich zu geringe Lüftungsflächen zu erweitern ist oft problematisch bis unmöglich. Die in Standard Glasterrarien vorgefertigten Lüftungsflächen sind meiner Meinung nach hier das absolute Minimum bis nicht ausreichend.

2. Um  den Siedleragamen noch ein wenig mehr Schutz zu bieten, sollte die Höhe ( bzw. Breite ) der oberen und unteren Blende ( Front ) recht großzügig bemessen werden. Zudem hat es sich als Vorteil erwiesen auch seitlich eine Art etwas nach innen gehenden Rahmen zu schaffen. Ich konnte feststellen das so die evtl.  „ Scheibensprünge „ und auch mögliche Verletzungen ( z.B. durch ständige Reibung der Schnauzenspitze, Stösse ect. )  um einiges eingeschränkt werden können.

Sollten Fragen speziell zum Bau eines solchen Terrariums sowie zu einzelnen Details auftauchen könnt ihr euch an meine unten angegebene Email Adresse wenden.
In der Galerie 
findet ihr Bilder der so erstellten fertigen Terrarien.

Weitere Beschreibungen könnt ihr im Forum zur Homepage nachlesen und erfragen, sowie unter www.agamen-forum.de



Einrichtung und Innengestaltung

Aufgrund ihrer oftmals recht schreckhaften Art, gerade bei noch nicht eingewöhnten Tieren, sollte das Terrarium,  über ausreichende Rückzugsmöglichkeiten verfügen.

Diese können aus, mit Hilfe von Steinen errichteten Höhlen ( unbedingt vor Einsturzgefahr sichern ! ) aus Styropor selbst gefertigten Unterschlüpfen, Korkröhren ect. geschaffen  werden.

                              

( Es ist anzuraten mind. einen dieser Unterschlüpfe ( mit Sand gefüllte Höhle ) etwas höher gelegen anzubieten. Trächtige Weibchen wählen in der Natur zur Eiablage bevorzugt Plätze aus die über dem Grundwasserspiegel liegen . Siehe auch unter  Wichtig zu wissen  Thema Legenot )

Da die Tiere in der Natur auch durchaus in stärker bewachsenen, „ grüneren „ Umgebungen leben, sollte das Terrarium mit einigen Schutz bietenden Pflanzen ausgestattet werden.

Außer verschiedenen künstlichen Gewächsen eignen sich durchaus auch einige trockenheits- und hitzeunempfindliche echte Pflanzen.
Ich habe in meinen Terrarien bisher erfolgreich Gummibaum, sowie Drachbäumchen ( auch Juccapalmen ) sowie versch. Sukkulenten, Benjamin ( Ficus benjamini ) und stachellose Kakteen gepflegt.
Im etwas kühleren  Bereich lassen sich  ungiftige ( Fachmann fragen ! )  Rankgewächse wie z.B. Efeutute ( nicht Efeu ! Giftig! ) unterbringen. Diese werden von den Agamen gern als weitere Versteckmöglichkeiten genutzt. ( Fluchtverhalten )
Tipp:
Verschiedene Kräuterpflanzen, wie z.B. Basilikum gedeihen unter Terrarienbedingungen übrigens prächtig ! ( das Gießen aber nicht vergessen   )
Wenn man die Pflanzen in ihren Töpfen belässt und zudem mit einer tieferen Unterschale versieht, lassen sie sich regelmäßig gut mit Wasser versorgen ohne das die Luftfeuchtigkeit zu hoch ansteigt.

 Ich kombiniere das mehr oder weniger regelmäßige sprühen ( Regenzeiten ) immer gleich mit dem gießen der Pflanzen.
So schafft man eine, vorübergehend durchaus angebrachte, höhere Luftfeuchtigkeit. Trotzdem erhalten die Tiere nach Abtrocknung der Einrichtung  auch wieder die Bedingungen der trockeneren Wüstenklimate. In ausreichend großen und gut belüfteten Terrarien wirkt sich aber auch das tägliche, in kleinen Mengen, gezielte gießen einiger Pflanzen ohnehin nicht allzu bedeutend auf die LF aus.

Um der Vorliebe der Tiere gerecht zu werden an senkrechten Wänden zu laufen, zu jagen und ( ganz wichtig) die Nacht zu verbringen,  sollte das Terrarium über gut gestaltete Rück und Seitenwände verfügen. Von schlichten glatten Glasterrarienwänden ist unbedingt abzuraten.

Ich konnte feststellen das die Tiere besonders hoch liegende heiße und vor allem helle Plätze bevorzugen und von den großzügig eingebrachten Vorsprüngen und Plateaus das Terrarium „ kontrollieren „ .

Oftmals liegen hier ( direkt unter den T5 Röhren )  sämtliche meiner Tiere übereinander gestapelt ( es wäre eigentlich genügend Platz für alle da . . ) , beobachten die Umgebung, oder dösen während der weniger aktiven Zeit des Tages.

Eine größere  aufrecht gestellte Baumwurzel, sowie längst - aber auch hochkant eingebrachte Äste, vervollständigen die Einrichtung.

Mit der Schaffung von viel Struktur und eines für die Tiere gut zu nutzenden Innenraums, dämmt man meinen eigenen Erfahrungen  nach definitiv in einem hohen Maße die panikartigen Scheibensprünge ein.

Da sich die Tiere zwar durchaus ( aber eher selten länger) am Boden aufhalten haben sich höhere Plätze für Futter und Wasserschale bewährt.  So versandet vor allem auch nichts

                                         

Und nun weiter zu einem ebenfalls wichtigen Thema:

Das Klima, allem voran die
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