SIEDLERAGAMEN
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Beleuchtung & Klima
Beleuchtung & Klima


 Beleuchtung


Siedleragamen sind Bewohner wüstenähnlicher Klimate ( Steppengebiete  ), sowie das Jahr über sehr sonniger und überwiegend heißer Habitate.

Um den Agamen ein möglichst artgerechtes Leben  in Gefangenschaft zu bieten ( was in vollem Umfang zu erreichen sicher nie zu 100% möglich sein wird )  ist - neben der ausriechenden Größe des Terrariums - eines absolute Pflicht:

Eine ausreichende und vernünftige Grundbeleuchtung.

Diese sollte auf jeden Fall in Form von geeigneten HQI Strahlern und T5 Röhren
gewährleistet werden.
( <--HQI,T5 - Bitte anklicken ! )

Die üblichen Reptilienröhren aus dem Fachhandel, sowie auch die meisten dort angebotenen Strahler sind oft leider nicht ausreichend um die nötige Grundhelligkeit zu schaffen.

Näheres hierzu findet ihr ausführlich und sehr informativ dargestellt auf der Seite eines langjährig erfahrenden Reptilienhalters, auf dessen Kompetenz und freundliche Hilfe ich immer wieder dankbar zurückgreife:

http://www.dihu.ch/technik/beleuchtung.htm

( Dir  @ Dieter nochmal ein herzliches Dankeschön für deine Mühe beim Erstellen dieser tollen Seite, die gerade Anfängern, aber auch durchaus erfahrenden Haltern immer wieder sehr  weiterhilft  )

UV
Da bei allen tagaktiven sonnenhungrigen Reptilien die UV Versorgung eine sehr große Rolle spielt und auch überlebenswichtig ist, sollte auch hier auf geeignete und wirklich sinnvolle Strahler zurückgegriffen werden.

Ich verwende seit je her die bewährte Osram Vitalux ( Baugleich Radium Sanolux ).

                                    
Hier ist  zu beachten das es sich um einen 300 Watt starken , sehr strahlungsintensiven, UV Strahler handelt der nicht zur Ganztagsbeleuchtung geeignet ist !
Ein Mindestabstand zum Tier von ca. 80 cm sollte nicht  dauerhaft unterschritten werden. Geringere Abstände ( aber nicht unter 50 cm ! ) an wenigen Stellen ( Vorsprünge erhöhte Äste ect. ) können gegeben sein. Nur ist auch in diesem Fall unbedingt darauf zu achten das die Tiere in weiter entfernte Bereiche ( und somit der Strahlung ) ausweichen können.

Eine Bestrahlungdauer von ca. 30 Minuten alle 2 Tage sei für die Grundversorgung ausreichend.

Ich bestrahle allerdings an mindestens 4 Tagen der Woche jeweils ca. 1 Stunde.
Man kann immer wieder erleben wie die Tiere während dieser Zeit nochmals um einiges  aktiver werden und die „ Sonne „ sichtlich geniessen.

Über alternativ GEEIGNETE (!) UV Leuchtmittel informiert euch bitte auf
der oben genannten Seite

Einige Anmerkungen in eigener Sache da mir reichlich Fragen hierzu ( und leider auch Probleme ) immer wieder begegnen:

Viele andere angebotende alternative UV Leuchtmittel erreichen einfach die Qualität und Effizienz der Vitalux und weniger anderer Alternativen  nicht.
Vor allem die handelstypischen  UV Röhren reichen, wie auch mehrfach nachgewiesen in verschiedenen Tests( auch eigene - siehe obige Homepage ), bei UV hungrigen Reptilien oftmals nicht  aus um eine vernünftige - auf Dauer ausreichende - Versorgung mit UV zu gewährleisten. Sehr hilfreiche und informative Links einschließlich Testergebnissen zum Thema
UV findet ihr auf der oben empfohlenden Seite direkt unter:

http://www.dihu.ch/technik/uv/uv.htm
Inklusive Messdaten zu neu entwickelten UV Leuchtmitteln wie z.B der Bright Sun
*     *     *

Weitere. .
http://www.terraristik-lampentest.de/
( allgemeine Testergebnisse verschiedener UV Leuchtmittel )

http://www.luckyreptile.com/html/seiten/text.phtml?nav=3&lang=de
(weitere Messdaten inkl. Osram Vitalux ect. )

Bitte überlest  all diese Links nicht, sondern nehmt euch ein wenig die Zeit und befasst euch einmal etwas umfassender mit dem wichtigen Thema Beleuchtung in der Reptilienhaltung und spart hier nicht am falschen Ende.

Hier einmal 2 Beispiele zur Verdeutlichung . .

Beleuchtung  normaler " Reptilien Spot " 40 Watt ( Abstand ca. 30 cm )   *    Beleuchtung Bright Sun 50 Watt ( Abstand 40 cm )
                                                                  
 

Viele Tiere werden schlicht einfach viel zu dunkel gehalten, was sich oftmals schleichend negativ auf die Gesundheit und dem Verhalten der Tiere auswirkt. ( Inaktivität und daraus z.B. entstehende Verdauungsprobleme , sonstige Mangelerscheinungen,  ect. , sind oftmals  einfach nicht selten die Ursache von mangelnder Beleuchtung in Kombi mit zu niedrigen Temperaturen. )

 Bitte bedenkt  hier, wie auch bei sämtlichen anderen Haltungsfragen, einfach auch immer einmal wieder unter welchen Bedingungen die Tiere in ihrem natürlichen Habitat leben. ( Z.B. Helligkeit , Sonnenscheindauer =  UV, Klima, vorhandener Platz und vieles mehr )

Viele Fragen erledigen sich dann fast schon von selber und es erklärt sich sehr schnell warum 1- 2 normale Neonröhren und ein kleiner Spot angebracht in einem kleinen Glasterrarium einfach nicht ausreichend sein kann ..

Das Halten dieser lichtbedürftigen Arten unter 1-2 Glühbirnen ( was durchaus immer noch vorkommt , leider ) ist schlicht weg absolut verantwortungslos und ( nicht nur nach meinem persönlichen Empfinden ) Tierquälerei.

Anhand der Links sollte es euch möglich sein für eure Tiere geeignete, aber trotzdem durchaus bezahlbare Leuchtmittel, zu finden und auch einzubringen.


Sollten hier spezielle  Fragen auftauchen bin ich gern , auch über das Forum dieser Seite, behilflich.
In erster Linie möchte ich in diesem Fall auch auf eine sehr empfehlenswerte Seite hinweisen, deren Inhaber Euch bei Fragen zu geeigneten Leuchtmitteln, sowie auch der Beschaffung der Solchen gern und kompetent weiter hilft .

Bitte wendet euch hierzu an:



                                             * * * * *

Temperaturen und Luftfeuchtigkeit


Ich habe mich bei der Schaffung der geeigneten klimatischen Bedingungen in erster Linie an den jeweiligen Herkunftsgebieten ( Fanggebiet der Wildfänge ) meiner Tiere orientiert.

Die Temperaturen liegen in meinen Terrarien zwischen 26 Grad kühler Bereich ( in den am Boden liegenden Unterschlüpfen bei ca . 23 -25 Grad ), über 30 – 32 Grad Mitte Terrarium , bis hin zu  ca. 50 - 55  Grad unter den Spots.

Auf einem der bevorzugten Plätze direkt unter den T5 Röhren liegen die Temperaturen den Großteil des Tages bei ca. 35 Grad.
Während der Bestrahlungszeit der Vitalux ( um die Mittagszeit ) steigen die allgemeinen Temperaturen meist kurzeitig noch um 3-4 Grad an was keinerlei Problem darstellt .

Wichtig: Nachts sollten die Temperaturen so weit wie möglich runtergefahren werden. Bodenheizungen ect. sollten unbedingt abgestellt werden.
Für die Gesundheit der Tiere auf Dauer ist es wichtig nachts auf ca. 15 - 20 Grad abzusenken, was vorab bei der Wahl des Stellplatzes des Terrariums bedacht werden sollte.

Anzuraten, aber ausserhalb der Eiablage nicht unbedingt nötig, ist stellenweise eine Bodensubstratwärme von ca. 35 Grad zu erreichen.
Sollte dieses allein durch die oftmals eher hoch angebrachten Spots nicht zu erreichen sein, ist die stellenweise Verlegung eines Heizkabels, entgegen der Meinung manch anderer Reptilienhalter, durchaus ein Vorteil bei der Haltung von Siedleragamen.
Achtet einfach immer auch auf kühle Bodenbereiche ( Unterschlüpfe ) wo sich die Tiere auch einmal zurückziehen können. Dann spricht meines Erachtens absolut  nichts gegen die stellenweise künstliche Erwärmung des Bodengrundes mit Hilfe von Heizkabeln.

Anmerkung zu den Temperaturen allgemein: Ich habe aufgrund meiner Beobachtungen während der ersten Wochen meiner Haltung unter etwas geringeren Temperaturverhältnissen  ( da öfters empfohlen ) diese doch recht schnell wieder angehoben, da die Tiere sich seinerzeit  augenscheinlich vermehrt nur an den wärmsten Stellen aufhielten . Empfohlen werden oft nur  23 - 27 Grad bis ca. 42 -45 Grad unter den Spots. Dies ist meiner Meinung und Erfahrung nach zu niedrig angesetzt.

                                                             *
Die Luftfeuchtigkeit liegt im Durchschnitt in meinen Terrarien bei um die 40 %.

Je nach Bedingungen ( Sprühen ect. ) steigt diese kurzeitig (!) auf Werte zwischen 60-70 %, oder fällt ( meist über die Mittagszeit ) auf ca. 30 % ab. ( Während der warmen Jahreszeit auch mal darunter )

Während der Simulierung einer kleinen Regenzeit ( natürliche klimatische Verhältnisse ! )  beläuft sich die LF auf durchschnittlich 45 -50 % über die Mittagszeit, bis hin zu länger anhaltenden 60 -70 % ( frühmorgens, abends ). Aber auch hier sollte darauf geachtet werden das die überwiegenden Bereiche ( bis auf 1- 2 Unterschlüpfe ) selbst während dieser Phasen immer mal wieder komplett abtrocknen .

Nachts liegst die LF bei meinen Tieren überwiegend während des ganzen Jahres zwischen 60 – kurzzeitig 70 %.

Die Unterschlüpfe ( Höhlen ) halte ich mal mehr oder weniger leicht feucht.
Während und nach der simulierten Regenzeit ( Paarungszeit ) achte ich dort allerdings auf kontinuierlichere Feuchtigkeit um den Tieren geeignete Bedingungen zur  Eiablage zu schaffen. 



  Schaut euch wirklich mal die

klimatischen Bedingungen in den Herkunftgebieten

an und versucht dies so gut es geht in den Terrarien nachzuempfinden. Dann befindet ihr euch auf dem besten Weg die Tiere  erfolgreich halten zu können.


Beispiel Tansania, Dodoma:

Reine Sonnenscheindauer <-- Klick --> Temperaturen






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