SIEDLERAGAMEN
agama-planet
Einleitung & News
Freilandbeobachtung*Vorkommen & Arten
Unterbringung
Nachzuchten
Pflege uvm.
Galerien
Verhalten
Krankheiten
Pflege uvm.


VERHALTEN  KRANKHEITEN  im Menü links anklicken


Ernährung

Siedleragamen ernähren sich überwiegend carnivor, das heißt von tierischem Lebendfutter.

Allerdings sprechen auch einige Beobachtungen an frei lebenden Siedleragamen dafür das durchaus pflanzliche Nahrung aufgenommen wird .
Allen voran stehen hier Blüten, wobei augenscheinlich kräftigere Farben bevorzugt werden.
Ich kann dies mit meinen eigenen Erfahrungen auch anhand meiner Nachzuchten bestätigen. Meine Nachzuchten übertreffen, was das Interesse an pflanzlichem betrifft, sogar meine Bartagamen.
Nach einem anfänglichen längeren Streik gegenüber meines täglich hartnäckig angebotenen bunten Obst / Gemüsetellers, fingen die Tiere nach und nach dann doch alle irgendwann an das ein oder andere pflanzliche auszuprobieren.  Bevorzugt wurden auch hier kräftige Farben wie roter Paprika  sowie z.B. ( gelbe ) Zucchini. Mittlerweile stürzen sich alle meine Tiere regelrecht auf die ca. 1 mal die Woche angebotenen bunten Teller.
Ein wohl für ein Futtertier gehaltenes aufgeschnapptes Petersilienblatt ( ich warf es auf ein Plateau ) wurde von einem meiner Weibchen  schleunigst unter ( auch danach noch lang anhaltenden )  Kopfgeschüttel , aber wieder ausgespuckt.

Bezüglich dieser recht nett anzusehenden Reaktion :
Es ist mir aufgefallen das die Agamen kräftige aromatischere ( Kräuter) Pflanzen so gut wie nie anrühren . Es kann sich hier aber auch um eine zufällige,  bei allen meinen Tieren vorhandene, Abneigung handeln.

Durchaus fast schon mit Begeisterung wird sich auf blaue Hibiskusblüten , wahllos ins Terrarium verteilt, gestürzt. Der gelbe Stempel ( Mittelteil ) wird aber niemals mit gefressen.

                          

Einige wenige Tiere, besonders Neuzugänge, rühren manchmal pflanzliches eher selten bis gar nicht an was kein Problem darstellt. Stellt sich nach einigen Versuchen heraus das sie Interesse zeigen sollte man pflanzliches ( allein schon aufgrund der Vitamine ect. ) grundsätzlich auch anbieten.


Bei den Futtertieren geht die Spannbreite von verschiedenen Käfern ( meine Tiere allerdings nicht ) und deren Larven über sämtliche Fluginsekten , weiterhin Schaben, sowie natürlich Grillen  und Heuschrecken , bis hin zu kleinen Säugetieren ( Mäuse )

Meine Tiere bevorzugen  - abgesehen von Grillen und Heuschrecken die immer recht gern genommen werden - weiche Schabenarten wie z.B. Nauphoeta cinera ( Grauschabe ) , Fluginsekten in allen Varianten, sowie Zophobas ( Larve des Schwarzkäfers )

Schabenarten mit kräftigem Panzer führen relativ häufig zu Verletzungen der äusseren Mundschleimhäute. Hier ist Vorsicht geboten

Bei den Zophobas, mit ihren doch sehr kräftigen Beisswerzeugen, ist es sehr interessant zu beobachten wie geschickt  meine Agamen  es verstehen  zu vermeiden die Köpfe, mit zu fressen. Entweder wird die Larve von vornherein so gedreht das sie am Schwanzende beginnend ins Maul gelangt oder, wie ich auch schon beobachten konnte, der Kopf wird abgebissen, ausgespuckt und dann der Rest des Wurmes verzehrt.

Käfer aller Arten werden von meinen Tieren, entgegen einiger immer wieder zu lesenden Schilderungen, durchweg verschmäht ( Mehlwürmer werden z.B. gern genommen, aber die späteren daraus geschlüpften Käfer niemals )

Die größte Freude ist es die Tiere beim Fang größerer Fliegen ect. zu beobachten !

Dank ihres bemerkenswerten Geschickes die Brummer in jeder Lage aus der Luft zu erwischen sind sämtliche Fliegen innerhalb einer sehr kurzen Zeit gefressen.

WICHTIG :
 Bitte beachtet beim Fang von Insekten aus der Natur die Artenschutzbestimmungen ! 
Keine Schmetterlinge , Bienen , Hummeln und noch einige andere geschütze Insekten verfüttern. Geeignete Futtertiere hält zudem der Fachhandel in großem Umfang bereit, so das auf die Entnahmen aus freuer Natur verzichtet werden kann.

Ich möchte hier noch darauf hinweisen das aufgrund ihres hohen  Fettgehalts ( Nährstoffgehalt zudem = 0 ) Mehlwürmer oder auch Wachsmaden möglichst gar nicht verfüttert werden sollten . Sie werden meist überaus gern genommen, aber bis auf ein paar seltene Leckerbissen zwischendurch sollte man diese Futtertiere lieber aus dem Speiseplan streichen.

Bei der gesamten Ernährung sollte immer Abwechslung geboten werden.
Ich verfüttere hauptsächlich Grillen und Heuschrecken, aber auch immer wieder zwischendurch ab und an verschiedene Schaben sowie Zophobas und im Sommer ein wenig an ( nicht geschützten Insekten ! ) aus der Natur.

Die Futtertiere sollten immer mit einer guten Anfütterung aufgewertet werden bevor sie den Agamen angeboten werden.

Zudem sollten die Insekten bei ca. jeder 2 Fütterung ( also im Schnitt ca. 1 x wöchentlich ) mit einem geeigneten Vitamin/Mineralstoffpräperat eingestäubt werden. Hierzu empfehle ich
Herpetal Complete T  das in Zusammenarbeit mit  Dr.Ingo Kober  und der Firma 
Eurital Keweloh  entwickelt wurde. ( Für kleinere Mengen bitte per Mail bei mir anfragen )
Dieses Präperat wurde in seiner Zusammensetzung genaustens auf den Bedarf der verschiedensten Reptilien abgestimmt. So wurde z.B. der reelle ( verfügbare ) Calziumanteil durch den Einsatz von Calziumcitrat ( anstelle des Calziumcarbonat der meisten anderen Präperate)  wesentlich verbessert so das hier ein Calzium/Phosphor Verhältniss von 3,70 : 1 erreicht werden konnte. Bei anderen mir bekannten Präperaten ( Korvimin ZVT ect. ) liegt das Ca:P Verhältniss beispielsweise bei nur 1,8 : 1.

Damit die Tiere aber auch Calzium aufnehmen können je nachdem wann sie es brauchen, sollte immer etwas Sepiaschale ( Vogelzubehör ) zur freien Verfügung im Terrarium sein.

Hinweis falls ihr gern Streifzüge durch Wald und Wiese unternehmt:
Bei allem was aus der Natur gesammelt wird ( pflanzlich oder tierisch ) achtet bitte darauf das dieses aus unbelasteten Gegenden stammt.

Eines noch zum Abschluß:

Bitte überfüttet eure Agamen bei der ganzen Vielfalt an Futtertieren nicht !

Bei der Haltung in Gefangenschaft passiert dieses einfach sehr schnell.  
Auch ich muß mich immer mal wieder daran erinnern, das die Tiere einen kleineren Aktivitätsradius haben als in der freien Natur und daher einfach bei unseren oft zu gut gemeinten Fütterungen sehr schnell verfetten was auf Dauer zudem zu Organschädigungen führt.

Füttert adulte Tiere nicht  jeden Tag  und vor allem nicht in rauen Mengen !

1- 2 mal die Woche je Tier ca. 3 Grillen oder  2 - 3 Heuschrecken oder 2 - 3 Zophobas ( Beispiele ) reichen aus

Einige Fastentage, die bei gesunden, gut genährten Tieren durchaus schon mal 1 Woche dauern dürfen, sollten immer wieder einmal eingelegt werden.
In ihrem natürlichen Lebensraum stehen den Agamen auch nicht regelmässig ( täglich ) große Mengen an, gut vom netten Menschen angefütterten, Insekten zur Verfügung . . .

                                         
                         Agama lionotus beim vertilgen einer großen Heuschrecke



                                                                Blütenmenü




            Empfehlenswerte Vitamin/Mineralstoffpräperate für Reptilien

                      









Einleitung & NewsFreilandbeobachtung*Vorkommen & ArtenUnterbringungNachzuchtenPflege uvm.Galerien